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Winterwelt

Tief im finst´ren Fichtenwald,
Vogelsang dort sonst erschallt,
ist nun alles weiß bedacht,
Ruhe hat sich breitgemacht.
Schneidend kalt die klare Luft,
die erfüllt vom Nadelduft.
Ab und zu ein Sonnenlicht
durch die dunk´len Wipfel bricht.
Wunderbares Funkelmeer
blitzt und blinkt dann rings umher.
Und ein kleiner Windstoß reicht,
daß es einem Zauber gleicht.
Hier und da, man hört es kaum
knarrt und knackt einmal ein Baum.
Unter zentnerschwerer Last
brechen manche Äste fast.
Spuren in dem weichen Schnee
wie von einer kleinen Fee
kreuz und quer, ganz ohne Sinn,
führ´n zu keinem Ziele hin.
Langsam weicht der Sonnenschein,
Dämmerlicht hüllt mich bald ein.
Wolkenmassen kommen schwer,
bringen neue Flocken her.
Federleicht und glitzernd weiß
rieselt es schon zart und leis.
Mehr und mehr sich niederlegt,
wirbelnd nun die Luft sich regt.
Tanzend stäubt es, nimmt die Sicht,
finde meinen Weg fast nicht.
Möchte nun nicht länger bleiben
in dem turbulenten Treiben.
Freue mich auf´s warme Haus,
morgen geh´ ich wieder raus.

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